1997, mit «Jakob schläft», ist aus dem Geheimtipp Klaus Merz der im ganzen deutschen Sprachgebiet wahrgenommene «Grossmeister der kleinen Form» geworden, dessen schmale Bände bei ihrem Erscheinen jedesmal zum Ereignis werden.
Es habe ihn immer interessiert, «was nicht auf Anhieb sichtbar ist», sagte Merz 2004, und die zur Zeit entstehende Werkausgabe macht deutlich, dass das Unverwechselbare an seinem erzählerischen, lyrischen und dramatischen Werk tatsächlich jene Fähigkeit ist, vom Vordergründigen abzusehen und eine Tür zu dem zu öffnen, was dahinter verborgen liegt.

Text: Charles Linsmayer

Klaus Merz 

Klaus Merz bei den Hottinger Literaturgesprächen – Ein literarischer Rückblick

Ein Abend, der nachwirkt: Klaus Merz war 2013 zu Gast bei den Hottinger Literaturgesprächen – und hinterliess ein leises, aber nachhaltiges Echo. Der Schweizer Autor, bekannt für seine schnörkellose Sprache und poetische Tiefe, las aus seinen Werken und sprach über das, was sein Schreiben bewegt: das Unsichtbare, das Zwischenmenschliche, die Stille zwischen den Sätzen.

Seine Texte wirken nicht durch Lautstärke, sondern durch Genauigkeit. Durch feine Beobachtung. Durch das, was eben nicht gesagt wird. In der vertrauten Atmosphäre des Literaturabends entstand ein Raum, der zum Innehalten einlud – und zum Weiterdenken.

Ich hatte die Ehre, diesen Abend fotografisch zu begleiten. Die entstandenen Bilder fangen die Stimmung des Abends ein: ein konzentriertes Publikum, ein Autor mit Präsenz, und viele kleine Momente, in denen Literatur spürbar wurde.

Obwohl der Anlass bereits über zehn Jahre zurückliegt, lohnt sich der Blick zurück. Klaus Merz’ Texte sind zeitlos – und genau das macht Veranstaltungen wie diese so besonders. Sie bleiben lebendig. Nicht nur in der Erinnerung, sondern auch durch die Bilder, die davon erzählen.


Du planst einen ähnlichen Anlass?
Solche literarischen Abende verdienen es, professionell dokumentiert zu werden. Wenn du eine Lesung, ein Podium oder ein Kultur-Event planst: Ich begleite ihn gern fotografisch – mit Gespür für Licht, Stimmung und den richtigen Moment.

Klaus Merz – Schweizer Kulturpreise auf SRF.

Mehr Literatur-Events, die ich Fotografiert habe finden Sie hier – Link.