Hottinger Literaturgespräche – Charles Lewinski

Als der Name Lewinsky 2006 durch den jüdischen Schweizer Epochenroman «Melnitz» weltweit zum Begriff wurde, war des Staunens kein Ende. Dass der Autor es geschafft hatte, ein derart sensibles Thema mit dieser schwebenden Leichtigkeit, diesem satirischen Flair, diesem ausgeprägten Sinn für Effekte und dramatische Steigerungen, dieser sprühenden Erzählfreude und dieser

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Hottinger Literaturgespräche – Monica Cantieni

Monica Cantienis erster Roman führt die Serie bemerkenswerter Schweizer Frauenbücher (wie «Tauben fliegen auf» von Melinda Nadj Abonji) auf imponierende Weise fort. Cantienis «Grünschnabel» besticht mit seiner vitalen Figurenzeichnung wie mit seiner Sprache, die Form und Thema in einem ist.

365 Franken soll der Vater bezahlt haben, damit das kurzsichtige Mädchen aus dem Heim zu «künstlichen Eltern» ziehen darf. Vorläufig wenigstens, denn es ist noch gar nicht sicher, ob alles gut geht.

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Peter Zeindler

Hottinger Literaturgespräche – Peter Zeindler

Auch der Abend vom 25. März war ein schöner Erfolg und ermöglichte es den Anwesenden, den Schriftsteller Peter Zeindler in den verschiedensten Facetten seines Lebens und Werks ganz neu kennenzulernen.

Manfred Utzinger hat wiederum Fotos gemacht, auf denen nicht nur die beiden Herren auf dem Podium, sondern auch das Publikum zu sehen ist, unter dem sich diesmal erfreulich viele Kolleginnen und Kollegen aus der schreibenden Zunft befanden ( unter anderem Isolde Schaad, Gunhild Kübler).

 

Franz Hohler

Hottinger Literaturgespräche – Franz Hohler

Franz Hohler einer literarischen Gattung zuweis, hiesse eine seiner wesentlichsten Eigenschaften verkennen: die staunenswerte Vielseitigkeit, die es ihm erlaubt, in allen Formen zu und Hause und doch immer unverwechselbar sich selbst zu sein. Als Kabarettist mit seinen satirisch-gesellschaftskritischen Soloprogrammen, als Erzähler mit seinen mal abgründi parabelhaften („Die Rückeroberung“), mal humorvoll karikierenden Kurzgeschichten („ds Totenmügerli“), als Romancier mit so unterschiedlichen Glanzleistungen wie „Die Steinflut“ oder „Es klopft“, als ebenso formsicherer wie träfer Gedichteschreiber, aber auch als Kinderbuchautor, der von Generation zu Generation weitergereicht wird.

Text: Charles Linsmayer

Marit Läubli

Hottinger Literaturgespräche – Margrit Läubli

Wer hat sie nicht in Erinnerung, die Partnerin von César Keiser in unzähligen Auftritten, vom jungen Mädchen, dem glamourösen Star, der Hausfrau und Mutter bis zur rüstigen Seniorin im allerletzten Programm: Immer quicklebendig, immer charmant, immer schauspielerisch und gesanglich perfekt und von einer sinnlichen Ausstrahlung, die dem Traumpaar des Schweizer Cabarets erst sein unverwechselbares Flair vermittelte. Wer die grosse Zeit der beiden Künstler – die ja eine eigentliche Cabaret-Dynastie begründeten – in Erinnerung hat, ist jedenfalls dankbar, dass Margrit Läubli auch nach dem Tod von César Keiser nicht in den Ruhestand getreten ist, sondern weiterhin präsent ist, an vielen Orten ihr Publikum wie eh und je verzaubert und jüngst im ersten Film von Lorenz Keiser sogar eine neue Karriere als Filmschauspielerin angefangen hat.

Text: Charles Linsmayer

Jeweils am Freitag der vierten Woche jeden Monats empfängt der Kulturjournalist Charles Linsmayer im Restaurant Europa eine Persönlichkeit aus dem kulturellen Leben. In einer durch den Barpianisten aufgelockerten Atmosphäre wird über Leben und Werk des Gastes geplaudert. Erste Gesprächspartnerin ist Margrit Läubli, in den kommenden Monaten folgen Franz Hohler, Peter Zeindler, Monica Cantieni und Urs Faes. sru. NZZ 28.01.11